Fertigstellung der Quadrocopter-Bauteile

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Nachdem in der letzten Zeit einige Schnitttests der Bauteile für den neuen Rahmen des Quadrocopters an Sperrholz und einem Teststück aus GFK durchgeführt wurden, hat dorow nun die finalen Bauteile aus einer 2 Millimeter dicken Platte aus weißem glasfaserverstärktem Kunststoff mit einem Wassertrahlschneider ausgeschnitten und mir auch einige Bilder geschickt, die ich hier zeigen möchte.

Auffällig ist, dass bei sämtlichen Bauteilen die Löcher fehlen, die beim Testschnitt noch vorhanden waren. Das liegt daran, dass die Maschine den Wasserstrahl, mit dem das Material geschnitten wird, nicht abrupt anschaltet, sondern einige Zeit braucht, bis der Maximaldruck von 3000 Bar aufgebaut ist. Da der Wasserstrahl für diese Zeit an der gleichen Stelle stehen bleibt, kommt es zu einer strukturellen Beschädigung des GFKs (andere Materialien sind diesbezüglich unempfindlicher). Bei größeren Auschnitten und den Außenkanten der Bauteile kann dieses Problem durch ein Verschieben des Startpunktes um rund 5 Millimeter von der eigentlichen Schnittkante behoben werden. Bei den Löchern, die nur einen Durchmesser von 3 Millimetern bzw. 4 Millimetern haben, ist dies jedoch nicht möglich. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Bohrlöcher nicht mit dem Wasserstrahlschneider auszuschneiden. Stattdessen werde ich sie später manuell an der Standbohrmaschine bohren.
Insgesamt reduzierte sich durch diese Maßnahme auch die Schnittzeit von anfangs etwa 90 Minuten auf 1 Stunde.

Das Endergebnis, das man auf dem Bild unten und in der Bildergalerie sehen kann, ist meiner Meinung nach mehr als zufriedenstellend und natürlich sehr viel präsziser und sauberer als es bei einer manuellen Bearbeitung des doch sehr zähen Kunststoffs der Fall gewesen wäre. Deshalb möchte ich natürlich dorow aus dem PCGHX-Forum danken, der die Bauteile kostenlos für mich ausgeschnitten hat.

Die fertig ausgeschnittenen Bauteile.

In der unten stehenden Galerie finden Sie noch einige Bilder, die während der Produktion entstanden sind. Man sieht auch, wie die Maschine die Startpunkte für jedes Bauteil markiert. Hier mussten letztens noch einige Anpassungen an der CAD-Zeichnung durchgeführt werden. Denn anders, als ich in einem der letzten Artikel geschrieben habe, besteht keine Möglichkeit, die Startpunkte manuell auszuwählen, sondern sie werden automatisch erstellt. Damit das problemlos funktioniert, müssen innerhalb der Zeichnung Polylinien verwendet werden, die über einen Start- und Endpunkt verfügen. Die Maschine wählt analog zu diesen Punkten den Start- und Endpunkt des Wasserstrahls aus.

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2 Kommentare zu "Fertigstellung der Quadrocopter-Bauteile"

  • [...] bzw. vier Millimetern Durchmesser zu Problemen gekommen ist (Näheres dazu erfahren Sie in diesem Artikel), müssen die entsprechenden Löcher nachträglich gebohrt werden. Mithilfe der zuvor [...]

  • [...] noch nicht über die entsprechenden Löcher zur Montage des Rahmens verfügten (mehr dazu in diesem Artikel), musste ich diese manuell bohren. Hierzu habe ich die aus 3 Millimeter dickem Sperrholz [...]