Neue Rekordaufnahme des Hubble-Weltraumteleskops

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Das Hubble Weltraumteleskop, das seit 1990 im Einsatz ist, wurde unter anderem dafür genutzt, sehr kleine Bereiche des von der Erde sichtbaren Himmels bis in sehr große Entfernungen zu betrachten. Eines der bekanntesten Bilder dürfte das Hubble Ultra Deep Field sein, das im Zeitraum von September 2003 bis Januar 2004 aufgenommen wurde und Galaxien bis in Entfernungen von 13 Milliarden Lichtjahren zeigt.

Nun wurde am 25. September mit dem Hubble eXtreme Deep Field (XDF) ein neues Bild veröffentlicht, bei dem ein noch kleinerer Ausschnitt des sichtbaren Himmels mit einer Ausdehnung von 2 x 2,3 Bogenminuten (1 Bogenminute entspricht dem sechzigsten Teil eines Winkelgrads) über einen Zeitraum von insgesamt 2 Million Sekunden bzw. 23 Tagen aufgenommen wurde. Das Bild besteht dabei aus insgesamt 2000 Einzelbildern, die über einen Zeitraum von zehn Jahren aufgenommen wurden. Diese lange Belichtungszeit ist deshalb nötig, da die Helligkeit der entferntesten Galaxien gerade einmal ein Zehnmilliardstel dessen entspricht, was das menschlische Auge wahrnehmehn kann.

Das Hubble eXtreme Deep Field

Das XDF zeigt rund 5.500 Galaxien, wobei die entferntesten über 13,2 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Da die Laufzeit des Lichtes über diese Strecke 13,2 Milliarden beträgt, ermöglicht das Hubble eXtreme Deep Field einen Einblick in das frühe, gerade einmal 450 Millionen Jahre alte Universum.

Aufgenommen wurden die Einzelbilder von der Advanced Camera for Surveys (ACS) sowie der Wide Field Camera 3, die im Jahr 2009 im Rahmen der STS-125 Shuttle-Missin nachgerüstet wurde. Damit wurde das Spektrum des Hubble eXtreme Deep Field um den nahen Infrarotbereich erweitert, wodurch erst der Blick in diese Entfernungen ermöglicht wurde.

Das geplante James Webb Weltraumteleskop soll in Zukunft zur Betrachtung noch weiter entfernter Galaxien genutzt werden, deren Licht sich aufgrund der Rotverschiebung bereits im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums befindet.

Quelle: hubblesite.org

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