Schnellerer Internetanschluss

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Nachdem wir seit einigen Jahren einen Internetzugang mit einer Geschwindigkeit von lediglich 2000 kbit/s hatten, war es gestern endlich soweit und ein neuer Zugang mit einer Bandbreite von 32.000 kbit/s im Down- und 1700 kbit/s im Upload wurde eingerichtet.

Ergebnise einer Geschwindigkeitsmessung

Damit einhergehend haben wir auch den Provider gewechselt, nämlich von der Telekom zu Kabel Deutschland. Ob das eine gute Entscheidung war, möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren, denn nach einem Tag habe ich noch keine großen Erfahrungen mit dem neuen Provider gemacht. Fakt ist, dass die Geschwindigkeit sowohl im Up- als auch im Download die versprochenen Werte erreicht, wie das Ergebnis eines Speedtest auf der linken Seite zeigt. Während unser altes Signal über DSL bereitgestellt wurde, setzt der neue Anschluss im Übrigen auf eine Übertragung via Kabelnetz.

Bei der finalen Einrichtung des neuen Anschlusses gab es jedoch noch einige Probleme, die bisher noch nicht alle gelöst wurden. So kann ich beispielsweise einige Funktionen meines Heimservers, darunter Teamspeak, FTP, SSH und Apache Webserver, nicht mehr nutzen, da das von Kabel Deutschland bereitgestellte Modem zusätzlich zu den Grundfunktionen eines Modems auch noch grundlegende Router-Funktionen, darunter eine eigene Firewall, bietet. Und genau das ist das Problem. Denn für die oben genannten Dienste müssen innerhalb des Routers beziehungsweise in diesem Fall auch innerhalb des Modems Ports weitergeleitet werden (Erklärung zur Portweiterleitung). Hierfür stellt das Modem allerdings keine funktionierende Option zur Verfügung. Die einzige Lösung für dieses Problem liegt in einer Modifikation des Modems, denn in diesem muss die Router-Funktion und damit auch die Firewall deaktiviert werden.

Natürlich schreibe ich diesen Artikel nicht ohne Grund, denn auch für meine Webseite bietet der neue Anschluss einige Vorteile. So wird es mir in Zukunft möglich sein, qualitativ hochwertige Videos hochzuladen, was bisher ohne starke Komprimierung des Videomaterials nicht möglich war. Auch größere Datei- und Bilderuploads auf den Server stellen nun kein Problem mehr dar.

[Update 26.07.2012] Heute habe ich Post von Kabel Deutschland erhalten. Obwohl ein Austausch des Routers laut Support angeblich nicht möglich sei, wurde mir erfreulicherweise ein reines Kabelmodem zugeschickt. Da dieses Modem über keine eigene Firewall verfügt, kann ich die Firewall des Routers problemlos konfigurieren und meine Server-Dienste weiterlaufen lassen.

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7 Kommentare zu "Schnellerer Internetanschluss"

  • moep sagt:

    ich möchte dich nur daran erinnern, dass der betrieb von serverdiensten meines erachtens von kabelbetreibern untersagt wurde, wunder dich also nicht, wenn dir einfach gekündigt wird

    • Lukas Bommes sagt:

      Sicher? Das wäre natürlich “ungünstig”. Allerdings habe ich denen an der Service Hotline mehrfach gesagt, dass ich ein neues Modem für meinen Server brauche und es hat mich niemand auf ein eventuelles Verbot hingewiesen. Ich werfe aber lieber nochmal einen Blick in die AGB. Danke für den Hinweis. ;)

      Edit: Nachdem ich mich informiert habe, scheint mir der Betrieb eines Servers mehr als Grauzone, direkt verboten wird da nichts. Da der Server aber sowieso nur für Teamspeak mit zwei Besuchern dient und ansonsten nur lokale Funktionen (Backup, etc.) übernimmt, dürfte der Betrieb kein Problem darstellen.

      • moep sagt:

        ich schau nochmal nach, aber ich dächte vro 1monat soetwas gelesen zu haben

        • moep sagt:

          “Auch die drei großen Kabelanbieter ermöglichen einen schnellen Upstream. Unity Media bietet bis zu 1000 KBit/s an. Bei Kabel Deutschland sind es 2000 KBit/s. Kabel BW erlaubt sogar bis zu 2500 KBit/s. Allerdings ist der Betrieb eines Servers nicht erlaubt oder eingeschränkt. Kabel Deutschland verbietet in den AGB (PDF) einen Serverbetrieb ganz und gar. Kabel BW ist nur unwesentlich liberaler und gestattet in seiner FAQ keinen Server, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Somit müsste man eine private Homepage mit einem Passwort schützen. Einzig und allein Unity Media gestattet den Serverbetrieb für private, nicht kommerzielle Zwecke, sofern sich das Datentransfervolumen in einem üblichen Rahmen bewegt.”

          (quelle: ZDNet – http://www.zdnet.de/39201064/server-zu-hause-hosten-sichere-dienste-ueber-den-dsl-anschluss/)

          • Lukas Bommes sagt:

            Ok, aber mein Homeserver ist nicht öffentlich zugänglich (alles PW-geschützt und nur für den privaten Gebrauch), somit verstoße ich auch nicht gegen die AGB. LB-Projects liegt ja auf einem ganz normalen Webserver und hat mit meinem Homeserver nichts zu tun.

  • Janek Ostendorf sagt:

    Ich frage mich, warum du nicht einfach den neuen Router genutzt hast?
    Naja, zwei Geräte haben Vor- und Nachteile, auf die ich jetzt aus Zeitgründen nicht eingehen möchte – zumal das hier ein Kommentar und keine Erörterung ist.

    Trotzdem Glückwunsch, dass du von der T-Kom weg bist ;)

    • Lukas Bommes sagt:

      Hallo Janek,
      dem KD-Router fehlten verschiedene Funktionen, die ich brauche, z.B. einen DynDNS Client und Wlan. Letzteres hätte man zwar freischalten können, aber das kostet dann pro Monat 2€ mehr, was sich meines Erachtens nicht lohnt.