Mini-Projektor für Smartphones

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Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena entwickelten kürzlich einen Projektor, der trotz kleinster Abmessungen ein Bild in Größe eines DIN A4-Blattes projezieren kann. Angestrebt wird ein Einsatz in Smartphones, deren Displays für manche Anwendungen wie zum Beispiel der Präsentation von Fotos viel zu klein sind. Der Projektor erlaubt hier eine deutlich größere Darstellung des Display-Inhaltes.

Die Bedienung erfolgt weiterhin über das Touch-Display des Smartphones. In fernerer Zukunft ist jedoch auch die Detektion einer Eingabe auf der Projektion selbst mittels Infrarotsensoren geplant.

Verwendung finden könnte der neue Mikro-Projektor beispielsweise in Smartphones.

Der Projektor hat es dabei in sich. Denn selbst wenn das Bild in sehr flachem Winkel auf die Projektionsebene fällt, hat es stets die gleiche Schärfe, was bei herkömmlichen Projektoren nicht der Fall ist. Hier kommt es bei einem flachen Projektionswinkel zur Verzerrung und zu Unschärfe des Bildes. Ermöglicht wird dies durch den Aufbau des Projektores. Dieser setzt sich aus hunderten kleinerer Projektoren zusammen, die jeweils ein komplettes Bild erzeugen. Bei einer senkrechten Projektion überlagern sich die einzelnen Bilder und ergeben ein sehr helles Gesamtbild. Fällt das Bild nun in flachem Winkel auf die Projektionsfläche, muss jeder der Mini-Projektoren ein etwas anderes Bild ausgeben, damit sich ein scharfes Gesamtbild ergibt. Wie diese Einzelbilder auszusehen haben, berechnet eine eigens entwickelte Software, die mithilfe der Lagesensoren im Smartphone den Winkel zur Prjektionsfläche bestimmt.  Somit ergibt sich in jeder Situtation eine optimale Projektion des Display-Inhaltes. Dieser sogenannte “Tailored Focus” ermöglicht darüber hinaus sogar eine Projektion auf einer gekrümmten Projektionsfläche.

Der Projektor setzt sich aus vielen kleineren Einzel-Projektoren zusammen.

Diese neue Technik eignet sich bereits für die Massenproduktion, da die etwa 200 Einzelprojektoren kostengünstig auf Halbleiter-Wafern hergestellt werden können.

Quelle: Pro-Physik

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