Nano-Magnetschalter

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Magnetische Moleküle sind potenzielle Bausteine für  Geräte, mit denen sich Datenkapazitäten und Verarbeitungsgeschwindigkeit in der Informationstechnologie erheblich steigern lassen. Gemeinsam mit Experten aus Grenoble und Straßburg haben Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) einen Nano-Magnetschalter konstruiert – der sich teilweise selbst zusammenbaut:

Das Forscherteam vom KIT brachte synthetische Haftgruppen so an Magnetmoleküle an, dass diese von selbst an der richtigen Position auf einer Nanoröhre andocken. In der Natur entstehen in einem ähnlich selbst-organisierenden Prozess beispielsweise Blätter einer Pflanze.

Eine weitere Besonderheit des Schalters ist, dass er nicht wie konventionelle elektronische Bauteile aus anorganischen Materialien wie Silizium, Metallen, Oxiden oder ähnlichem besteht, sondern aus weichen Materialien wie Kohlenstoffnanoröhren und großen, flexiblen Molekülen.

Magnetisch daran ist nur ein einzelnes Metallatom, Terbium. Das Terbium reagiert hochempfindlich auf externe Magnetfelder und beeinflusst den Stromfluss im Kohlenstoffnanoröhrchen. Bei Temperaturen unter einem Kelvin ergibt sich ein Verhältnis im Magnetowiderstand von 300 Prozent. So gelang es der CNRS-Forschungsgruppe das magnetische Umfeld des Nano-Schalters elektrisch auszulesen. Dies ermöglicht prinzipiell den Zugang zu höheren Speicherdichten und leistungsfähigere Methoden der Informationsverarbeitung z. B. in Quantencomputern. Das Konsortium arbeitet nun darauf hin, die Arbeitstemperaturen des Bauteils zu steigern.

Quelle: pro-physik.de

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3 Kommentare zu "Nano-Magnetschalter"

  • Lukas Bommes sagt:

    Schöner Artikel, Own3r.

  • Dorian sagt:

    Das Facebook Like Button Plugin waere bestimmt hilfreich. Oder habe ich es uebersehen?

    • Lukas Bommes sagt:

      Facebook – Nein, Danke. Ich hatte schon auf meinem alten Webspace mit aufdringlicher Facebook-Werbung zu kämpfen.
      Trotzdem Danke für deinen Kommentar. ;)